Die Sache mit dem Garten

Heute ist der achte Tag, den ich mit J. in der selbstgewählten Isolation verbringe. Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team. Er hat meinen Schreibtisch für sich erobert – ich arbeite am Esstisch und brauche gerade den großen Monitor nicht. Am Mittag dann verschwindet er in sein Geisterbüro. Daten hoch- und runterladen, denn wir leben in 2020 und unsere DSL-Leitung hat eben auch ihre Grenzen.

Draußen scheint die Sonne. Ich überlege also schon seit 3 Stunden, ob ich endlich mal hinausgehen sollte. Ich könnte den Häcksler starten, der Ästehaufen erledigt sich nicht von allein. Erstmal gucken. Die Nachbarin ist da. Hochschwanger mit Kind 1, dass in seinem neuen Sandkasten spielt. Ich entscheide mich gegen den Garten. Obwohl viele Meter zwischen uns liegen würden. Aber ich freue mich, dass sie da kurz allein sein kann, an der Luft. Das will ich ihr jetzt nicht mit dem Häcksler vermiesen.

Drei Stunden habe ich doch aktiv am derzeitigen Manuskript gearbeitet. Ich merke, dass mir die Konzentration fehlt. Deswegen heute nur erstes Querlesen und freuen, dass es so gut ist, wie ich schon am Auszug festgestellt habe. Die Autorin freut sich, ich mich auch. Kurzer Gedanke daran, wie gut es mir noch geht. Ich habe noch Aufträge, auch wenn es mit jedem Tag schwerer wird, mich an den Schreibtisch zu zwingen. Oder gar nach draußen.

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